Fanfiction – Das Geheimnis des Kikuyu

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Level 4 – London

Ah, wie ich das Wetter in London hasse!!! Logo, hier schüttete es natürlich wie aus Eimern.
   So checkten wir erst mal in ein gemütlich wirkendes Hotel ein und mieteten uns ein Zimmer mit 3 großen Betten. 
Das Los entschied, wer mit wem in einem Bett schlief und wer die Nacht allein verbringen muss.
   Nun ja, nach einigen Raufereien kamen auch wir zur Ruhe – Lara musste übrigens ganz allein in einem Bett schlafen.
Also saßen wir in unseren Pyjamas da und überlegten, was als nächstes zu tun sei.
Immerhin haben wir nur einen einzigen Hinweis – was wirklich wenig ist!
   Ich meine, London ist ja schließlich groß! Und wir werden das Kikuyu (wir hatten uns darauf geeinigt, das gesamte Artefakt so zu nennen) ja nicht beim Schaufensterbummel in der City in irgend so ‘nem Antiquitätenladen liegen sehen. Aber da wir nun wirklich keinen richtigen Ansatzpunkt hatten, tappten wir im Dunkeln.
   Aber wozu bin ich denn in die Schule gegangen? Denn wie es der Zufall so will, kenne ich eine erfolgreiche Archäologin, mit der ich zusammen zur Schule gegangen bin, die auch rein zufällig gerade in London lebt.
   Also beschlossen wir, sie am nächsten Tag aufzusuchen.
Ich führte noch ein kurzes Telefonat mit ihr, in dem ich einen Treffpunkt ausmachte.
Nachdem das geklärt war, konnten wir endlich das Licht löschen.
Ich schlief ganz schnell ein.
   Mit einem „Auuufwachen, Mädels!“ weckte uns Lara in aller Früh um 9 Uhr.
„Ah, nüsch so laut!“, brabbelte es aus der Ecke, in der Netty lag.
Fiesling Lara war mit 3 Sätzen an Nettys Bett, zog ihr die Bettdecke weg und kitzelte sie ordentlich ab.
Aber Netty ist ja nicht auf den Kopf gefallen:
Sie wehrte sich und schon bald wendete sich das Blatt!
Und so hockten wir zu viert über Lara und rächten uns für diesen gemeinen, hinterlistigen Angriff.
   Aber wir waren ja nicht in London, um uns gegenseitig zu kitzeln, und so siegte dann doch die Vernunft.
   Nach einem kargen Frühstück und einem Gespräch mit Stevi, der uns nur bestätigen konnte, dass das Kikuyu bereits gefunden wurde, machten wir uns auf den Weg zum Café, in dem wir uns mit Lene, der Archäologin, trafen.
   Wie immer war sie zu spät.
Aber wir mussten nicht mehr lange warten, denn ich sah sie schon 15 Minuten später aus einem Taxi springen, das direkt vor dem Café hielt. Wir haben uns alle schon über einen Eisbecher für 6 Personen (ja, sowas gibt’s wirklich!) hergemacht.
Und dann stand sie vor uns. Sie schenkte uns ein entschuldigendes Lächeln und ließ sich auf den letzten freien Platz plumpsen.
   „Also Mädchen, darf ich vorstellen: das ist Lene. Ich bin mit ihr  zusammen zum Gymnasium  gegangen.“, erklärte ich.„Lene, das da sind Lara, Chrissi, Netty und Kitjes.“, sagte ich und machte eine entsprechende Geste mit meinen Händen.
   „Soso, freut mich euch kennen zu lernen! Du, Lara, ich bin so ein Fan von dir! Aber ich habe ein Problem im vierten Teil vom Computerspiel! Ich komme da an einer Stelle nicht weiter, kannst du mir da vielleicht weiterhelfen?“, sprudelte Lene los.
   Lara grinste verlegen und begann mit einem zaghaften „Ähm...“ und ihr Blick richtete sich schon beinahe flehend auf mich. Tjaja, sie hat keine Skrupel, irgendwelche Möchtegern-Bösewichte abzuknallen, aber ein paar wildgewordene Fans konnte sie noch nie bändigen... wie auch immer, ich schweife ab.
   Nun, immerhin war das Eis gebrochen und ich drückte Lene einen Löffel in die Hand und so löffelten wir erst mal unser Eis weg.
Es war wirklich lecker.
   Nach diesem kleinen zweiten Frühstück machten wir uns auf, den geschäftlichen Teil unseres Treffens zu erledigen, denn so groß die Wiedersehensfreude auch war, durften wir die Rettung der Welt ja nicht vergessen.
   Also erzählte Chrissi von unserem Vorhaben, unseren bisherigen Erlebnissen und dem zweiten Teil des Artefakts.
Lene hörte sich alles geduldig an und ihre Augenbrauen rutschten immer höher.
   Als Chrissi geendet hatte schaute sie ziemlich verwirrt aus.
„Hm, welchen Teil hast du nicht verstanden?“, fragte ich.
   „Tja, wie soll ich sagen... eigentlich hab ich viel verstanden. Nur das mit der zu furchtbarem Leben erwachten Statue kommt mir spanisch vor.“, sagte sie stirnrunzelnd.
   „Ach, das ist ja auch ziemlich unwichtig. Wichtig ist, ob du uns helfen kannst!“, meinte Lara.
   „Also, ihr habt nicht die leiseste Ahnung, wie dieses gottverdammte Artefakt aussieht, wo es gefunden wurde, wann es gefunden wurde und aus welcher Zeit es stammt und erwartet jetzt allenernstes, dass ich euch sage, wo ihr das Artefakt findet?“, fragte sie.
   „Ja, du hast ja recht, es ist... nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich, oder?“, meine ich flehend.
   „Doch.“, sagte Lene kalt „Sorry, aber wenn du mir keine Anhaltspunkte gibst, kann ich auch nichts herausfinden.“
   Damit hatte sie ja auch recht, also versuchte ich meine Gedanken halbwegs zu ordnen und fuhr dann fort: „Hm, ein bisschen haben wir ja. Also, die Engelsflügel, die wir in der Höhle gefunden haben, sind goldfarben, demnach müsste der Rest des Kikuyu auch golden sein. Und Jomo hat erzählt, dass die Flügel dort seit 300 Jahren lagen.“, kombinierte ich.
   Lene schien damit nicht besonders glücklich, doch bevor sie etwas entgegnen konnte klingelte Laras Handy (jeah, mit der Melodie vom „Little Drummer Boy“).
   „Ja? ~ Ah, hi Stevi, gut dass du anrufst, wir sitzen gerade vor einem Profi, aber die kann uns auch nicht weiterhelfen! Wir brauchen Infos! ~ Ja ~ Mhm ~ Nein, aber... ~ na, sag ich doch! ~ hey, das ist gut, los, erzähl schon! ~ Nee, oder? ~ hah ~ weißt du auch wo? ~ ach so ~ ja, schon klar ~ gut ~ ja ~ jaja, wir hören uns ~ ja, mach ich! ~ Tschaui!“
   Sie legte auf und grinste uns an.
„Also“, begann sie demonstrativ langsam. „Da war Stevi dran und ich soll euch alle mal ganz lieb grüßen...“, sagte sie bedächtig. Sie lehnte sich zurück und genoss den Moment, dass sie mal wieder als einzige nen Plan hatte und wir an ihren Lippen hingen und vor Neugierde fast umkamen.
   „Nun sag schon, was er rausgefunden hat!“, drängelte Kitjes.
   Laras Grinsen wurde noch breiter, aber sie sprach trotzdem: „Na gut. Er hat sich mal wieder bei ‘Yume’ einhacken können und weiß jetzt Näheres bezüglich des Aussehens vom Kikuyu. Der zweite Teil des Kikuyus sind des Engels Gliedmaßen, sprich Arme und Beine. Sie sind goldfarben und sehr gut erhalten. Mehr konnte er dazu nicht finden, weil er rausgeflogen ist. Also weiß er auch nicht, wo es sich befindet.“
   Lene ergriff das Wort „Also Mädels, ich selber habe zwar kein solches Artefakt ausgegraben, aber ein Kollege von mir. Er heißt Karlchen. Ich müsste auch noch irgendwo seine Nummer haben. Vielleicht kann er ja sagen, wo euer Kikuyu ausgestellt ist. Wie wär’s, wir treffen uns morgen um dieselbe Zeit wieder hier. Bis dahin hab ich alles arrangiert.“
   „Hm, na gut, aber sei morgen bitte pünktlich, wir haben nicht viel Zeit!“, sagte ich vorwurfsvoll.
   Sie grinste nur, stand auf, verabschiedete sich und ging.
„So, und was machen wir fünf Hübschen jetzt noch? Schauen wir uns noch die Stadt an?“, fragte Netty.
   „Ja, das ist mal ne gute Idee, ich war noch nie in London, du Lara?“, fragte ich an Lara gewannt.
   Sie grinste noch mal triumphierend und sagte dann in einem betont verletzten und ganz und gar nicht ernstzunehmenden Ton „Ah, weißt du das etwa gar nicht mehr? Ich bin in einem schwarzen Leder-Kostüm durch die Straßen von London geturnt und du erinnerst dich nicht mehr?“ [für alle nicht-Tomb-Raider-Spieler: in Tomb Raider 3 spielten ein paar Level in London.]
   Ich seufzte und ging hinter den Anderen her, die sich schon in Bewegung gesetzt hatten, um eine Stadtrundfahrt zu buchen (wer wird denn bei diesem Wetter laufen?).
Und schon bald saßen wir in einem Mini-Bus und ließen uns durch London kutschieren.
   Der Tag ging schnell vorbei und am Abend landeten wir völlig entspannt in unseren Betten. Nach der Aufregung der letzten Tage hat uns das wirklich gut getan.
Wir plauderten noch ein bisschen über Gott und die Welt und schliefen dann irgendwann ein.
   Am nächsten Tag war ich mal als erste wach – was an sich ja schon selten, um nicht zu sagen nie ist – aber es war... 5 Uhr! Das ist doch nun wirklich noch mitten in der Nacht!
Nach ein paar mal hin und her wälzen gab ich es auf und stand auf. Vielleicht war es ja die Aufregung, dachte ich.
   So zog ich mich an, um in die Lobby zu gehen und vielleicht ein bisschen frische Luft zu schnappen.Auf leisen Sohlen schlich ich mich aus dem Zimmer.
   Unten kam ich an der Rezeption vorbei und der Mann dahinter kramte in irgendwelchen Unterlagen rum.
   „Entschuldigen Sie, Miss...“, sagte eine fremde Stimme hinter mir.
Ich drehte mich um und sah einen Hotelangestellten mit eingefallenen Wangen und Augenringen vor mir – der Kerl braucht dringend mal ne Mütze Schlaf, aber ich sagte nur „Ja?“
   „Ähm, Miss, sind sie Miss Croft?“
„Nein, aber ein Freundin von ihr. Wir wohnen im selben Zimmer, zusammen mit einem verrückten Haufen anderer Mädels. Aber Lara... Miss Croft... schläft. Kann ich Ihnen vielleicht stattdessen helfen?“
   „Hm, ja, müsste auch gehen. Es liegt eine Nachricht für Sie... nein, für Miss Croft an der Rezeption vor. Ein Stevi hat versucht Sie zu erreichen, aber Sie waren nicht da. Er bittet um baldigen Rückruf.“
   „Hm, Ok, danke.“, sagte ich und wandte mich um, auf der Suche nach einem Telefon.
In einer Ecke fand ich dann eins.
   Ich wählte schnell die Nummer und hatte schon bald einen sehr müden Stevi an der Strippe.
„Hi du Schlafmütze, mir wurde mitgeteilt, dass du ne Nachricht für Lara bereithältst! Hast du was rausgefunden?“, plapperte ich los.
   Am anderen Ende hörte ich nur ein müdes Schnaufen, dann einen Laut, den ich einfach nicht beschreiben kann und dann ein müdes „Was’n los?“
   „Mensch, werde munter, ich denke, du hast wichtige Nachrichten für uns!“, sagte ich vorwurfsvoll.
„Ja, die hab ich, aber nicht um halb 6 morgens!“, brummelte Stevi.
   „Menno, du hast gesagt, es ist wichtig, und nun spannst du mich so auf die Folter! Was ist los?“, sagte ich beleidigt.
   „Nö, ich sag nix mehr, du hast mich nach einer durchgearbeiteten Nacht geweckt, ich bin jetzt bockig!“, sagte er, langsam wurde er wieder wach.
   „Nun hab dich nicht so, ein Raider muss auch mal Opfer bringen. Wie oft soll ich dich noch bitten?“, sagte ich ungeduldig.
„Ein paar mal schon noch!“
Ich schwieg.
   „Hm, na gut, weil du es bist. Es ist folgendermaßen: bei meinem letzten virtuellen Besuch bei ‘Yume’ bin ich doch geflogen. Ich hab rausgefunden, dass die mich entdeckt und sofort gekickt haben. Die wissen, dass ich Infos geholt habe und können sich den Rest denken. Nun herrscht höchste Sicherheitsstufe und ich kann mich nicht mehr so einfach einwählen. Es wird ne Weile dauern, bis ich rausgefunden hab, wie ich wieder reinkomme. In den nächsten Tagen müsst ihr wohl auf meine Hilfe verzichten.“, berichtete er.
   „Oh, das ist gar nicht gut. Aber du schaffst das, ich glaub an dich! Tschackaaa! Ich sag den anderen bescheid!... Oh, mein Geld ist gleich alle! Schlaf schön weiter und mach dich dann an die Arbeit. Bis bald!“
„Tschau!“
Und weg war er.
   Irgendwie brachte ich die Zeit, bis die anderen sich aus ihren Betten bequemt hatten, mit Manga lesen rum und nach einem diesmal etwas besseren Frühstück machten wir uns auf den Weg zu dem bewussten Café.
Lene kam gleich nachdem wir uns gesetzt hatten und brachte Neuigkeiten.   „Also Mädels, Karlchen konnte mir tatsächlich weiterhelfen! Er hat mir die Adresse von dem Archäologischen Museum gegeben, wo es ausgestellt wird. Wenn ihr möchtet, können wir gleich hinfahren!“, erzählte Lene.
„Jo, supi! Wird Zeit, dass wir die Welt retten.“, jubelte Chrissi.
   Also machten wir uns auf die Socken und standen schon wenige Minuten später vor dem Museum.
Ich bekam totales Herzklopfen als wir es betraten und war unglaublich aufgeregt.
   Lene führte uns durch das Museum und am anderen Ende betraten wir eine Kammer. Da wartete schon ein Mann auf uns.
„Also, darf ich vorstellen? Das ist Karlchen.“, sagte Lene mit einer Geste auf den Mann, der mit verschränkten Armen dastand und ein bisschen finster drein blickte. Vielleicht hat er ja schlecht geschlafen...
   Wir nickten ihm zu und er führte uns zu einem etwas abgelegenen Teil des Museums. Hier waren nur wenige Besucher. Dann deutete er auf eine Glasvitrine an der Wand und machte eine einladende Geste.
   Wir traten heran und bestaunten das Artefakt... naja, so viel zu Staunen gab es da nicht. Es war weder besonders eindrucksvoll, noch besonders schön.
Aber mit ein bisschen Fantasie konnte man es als Arme und Beine erkennen.
   „Wow, das ist es, ohne Zweifel! Können wir es gleich mitnehmen?“, fragte Kitjes aufgebracht.
„Nee, wie kommt ihr darauf, dass ihr ein archäologisches Fundstück, das in einem selten guten Zustand ist, einfach mitnehmen könnt? Das geht nun wirklich nicht. Aber Lene hat mir versprochen, dass ihr mir etwas über dieses Relikt erzählen könnt. Es steht hier mit den anderen Dingen, die wir gefunden haben und nicht zuordnen können. Deshalb sind hier auch so wenig Leute.“, meine Karlchen.
   So erzählten wir ihm das, was wir wussten. Er schrieb fleißig mit und eine knappe Stunde später verabschiedeten wir uns.
   Draußen standen wir dann ziemlich enttäuscht da und wussten nicht weiter.
„Das gibt’s doch gar nicht, so kurz vor dem Ziel und wir dürfen das Artefakt nicht mitnehmen.“, motzte Chrissi.
„Tja, wäre aber auch zu einfach gewesen...“, fügte Netty nickend hinzu.
   Lara grinste frech und sagte „Hm, wenn uns Karlchen das Kikuyu nicht geben will, dann holen wir es uns eben.“
Wir starrten sie an. 5, 6 Sekunden ohne was zu sagen.
   „Ey, das ist ne gute Idee, wir stürmen das Museum!“, sagte Kitjes grinsend.
   Ich schüttelte ärgerlich den Kopf „Nein-nein, so doch nicht. Wir steigen einfach nächste Nacht in das Museum ein und holen uns was wir wollen!“
   Wir einigten uns und fingen an, die ersten Vorbereitungen für unseren kleinen Einbruch zu planen...



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