Fanfiction – Das Geheimnis des Kikuyu

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Level 8 – Abenteuer in der Tiefsee

Die Sonne brannte uns inzwischen nicht mehr so intensiv auf den Kopf. Es musste etwa 16 Uhr sein.
   „Vielleicht sollten wir erst morgen durchstarten. Hier in der Karibik wird es schnell dunkel.“, sagte ich.
   „Angsthase. Da müssen wir durch. Morgen schon könnten die ‘Yume’-Leute hier auftauchen und dann sind wir geliefert! Du hast doch in London gesehen, wie stark sie sind.“, predigte Chrissi.
   „Genau! Außerdem hab ich doch eine Beleuchtung an dem Anzug... und mal davon abgesehen, ist es in der Tiefe sowieso recht dunkel.“, fügte Lara schmunzelnd zu.
   Der Fahrer, Loren hieß er, war mit dem Wagen nun bis zu den Reifen im Wasser.
Er lud den Anzug unter Anstrengungen aus und wir schleppten ihn gemeinsam in ein kleines Motorboot, das am Strand lag. Wir stiegen ein und Loren spielte den Kapitän. Er schob das Boot ins Wasser, sprang auf und setzte sich ans Steuer. Wir entfernten uns schnell von der Küste und schon bald war sie nur noch als waagerechter Strich am Horizont zu sehen.
   Ich blickte zurück und ein ungutes Gefühl kam in mir auf. Ich holte tief Luft... vielleicht liegt es ja daran, dass ich nicht seetauglich bin.
   Also drehte ich mich wieder nach vorne und konnte nun ein Boot erkennen, das etwas größer als das unsere war. Ich warf Lara einen fragenden Blick zu, aber sie war wohl so auf unser Vorhaben konzentriert, dass sie weder meinen Blick noch das fremde Boot gesehen hatte.
   „Was ist das für ein Schiff?“, fragte ich.
Unser Steuermann drehte sich um und sah Netty an. Diese ergriff dann das Wort „Ja, das ist eines der Schiffe von Sir Bawdy. Er hat es uns zur Verfügung gestellt, um Lara ins Wasser zu lassen. Das wird ne anstrengende Aktion werden, da einige Traganlagen auf dem Schiff defekt sind. Aber mit Muskelkraft lässt sich das auch machen...“
   Ich nickte und wandte mich wieder dem Schiff zu. Wir waren jetzt schon ganz nahe dran und Loren suchte nur noch einen Platz zum Ankerlegen.
   Als wir direkt am Schiff waren wurde von oben eine Strickleiter hinuntergelassen. Wir kletterten einer nach dem anderen hinauf. Den Tauchanzug ließen wir im Boot zurück. Oben erwarteten uns zwei Matrosen. Loren, der auch sonst nicht gesprächig war, nickte ihnen zu und drehte sich zu uns um „Tja, also, dass sind zwei Angestellte von Sir Bawdy. Sie passen auf seine Schiffe auf und warten sie. Die beiden sind die meiste Zeit damit beschäftigt, von Schiff zu Schiff zu fahren und sie zu pflegen. Sir Bawdy hat angeordnet, dass sie uns hier treffen.“
   Er drehte sich wieder zu den beiden Matrosen und besprach etwas mit ihnen in einer höchst exotisch klingenden Sprache.
Und schon bald machten sich die beiden auf den Weg die Strickleiter hinab.
   „So, die beiden werden den Anzug an einer Schlaufe befestigen und wir hier oben müssen ihn mit der Kurbel da hochziehen“, sagte Loren.
   Als wir das OK-Zeichen der beiden Matrosen vernahmen packten wir alle mit an und hievten den Anzug hinauf. Er war dank dem Flaschenzug nicht mehr so schwer... Es war trotzdem eine Mordsarbeit.
   Als wir den Anzug nun oben hatten begannen die beiden Matrosen damit, ihn bereitzumachen. Wir standen derweil unnütz in der Gegend rum.
Also nahmen wir noch mal die Karte von Stevi zur Hand und gingen nochmals unseren Plan durch.
   „Also gut Lara. Wir sind hier und da ist das Kikuyu. Das heißt, du musst sobald du im Wasser bist immer nur Richtung Norden tauchen. Bald müsstest du auf eine kleine Höhle stoßen. Da tauchst du rein und wirst dann in der Nähe des Eingangs auf das Artefakt stoßen. Alles klar?“, erklärte Kitjes in einem bestimmenden Ton.
   Wir diskutierten noch kurz darüber was passieren könnte, aber im Großen und Ganzen waren wir sicher, dass alles gut geht.
   Einer der Matrosen kam auf Loren zu und wechselte wieder ein paar Worte in dieser seltsamen Sprache. Kurz darauf drehte Loren sich zu uns um und meinte „Die Jungs sagen, dass der Anzug gleich soweit vorbereitet ist und Lara jetzt damit beginnen kann, einen normalen Tauchanzug anzulegen. Sozusagen als Schutz vor dem Tiefseeanzug.“
Wir halfen also Lara dabei in den Neoprenanzug einzusteigen (sie hatte noch einen Badeanzug unter) und machten uns dann wieder auf an Deck. Dort schienen die Männer schon fast fertig damit zu sein, alle Teile zu montieren und sie waren gerade dabei, noch mal einen Check durchzuführen.
   Als Loren uns das OK gab, kletterte Lara auf den Tiefseetauchanzug. Eine Art Kran beförderte das Oberteil auf das Unterteil. Die Matrosen schraubten die beiden Teile unter den bewachenden Augen von Loren zusammen. Er nickte zufrieden und sagte „Gut so, dann können wir mit der Expedition Kikuyu beginnen.“ Er gab den Matrosen die Anweisung, Lara ins Wasser zu lassen. Also machten sich die beiden an der Tastatur des Krans zu schaffen und gleich darauf hob der Kran Lara einige Meter in die Luft. Dann ging es weiter Richtung Reling, wo es dann langsam wieder nach unten ging. Die beiden Matrosen stiegen solange über die Leiter zurück in das Boot, mit dem wir gekommen sind, und machten Laras Tauchanzug dann von den Halteseilen los. Mit einem Platsch landete Lara im Wasser und wir konnten nur noch einen kurzen Blick auf sie werfen, bevor sie in den dunklen Fluten verschwand.
   Für uns begann jetzt die unerträgliche Zeit des Wartens. Da wir gleich bereit sein wollten, wenn Lara wiederkommt, setzten wir uns mit ein paar Zeitschriften an Deck. Als es zu Dämmern begann vertrieben wir uns die Zeit mit Scharade.
   Die Sonne war schon längst untergegangen, als wir ein Geräusch hörten. Wir gingen zur Reling und konnten unten Lara entdecken. Die Matrosen holten sie in ihrem Tauchanzug hoch und befreiten sie daraus. Erst, als Lara aus dem Ding raus war, fiel mir auf, wie verbeult es war. Ich schaute Lara an. Sie sah auch etwas mitgenommen aus. Aber sie hielt das Kikuyu – diesmal ist es der Rumpf des Engels – in ihren Händen. Sie zitterte leicht.
   „Oh Gott, was ist passiert?“, stieß ich hervor und die Gesichter der anderen zeigten, dass sie genau die gleiche Frage auch eben stellen wollten.
   „Ich ... ich ... ich bin voll erledigt, lasst mich erstmal durchatmen“, stammelte Lara und gab mir das Kikuyu.
   Ich hielt es unschlüssig in den Händen und krallte mir rasch eine Taschenlampe. Auf der Unterseite war zu lesen, dass sich der vierte und letzte Teil vom Kikuyu in Ägypten befinden soll. Ich sagte es den anderen und wandte mich dann wieder Lara zu, die sich inzwischen  trockene Sachen angezogen und sich mit einer Cola hingesetzt hatte.
   Sie begann zu erzählen „Also, erst mal: ich bin weder ernst verletzt noch dürfte der Tauchanzug allzu schwer beschädigt sein.
Als ich unter Wasser war ging vorerst alles glatt. Ich tauchte immer nach Norden und fand auch bald diese Höhle. Ich schwamm hinein und gleich links sah ich etwas goldglänzendes. Ich schnappte es mir und tat es in das Nylon-Netz. Auf dem Weg nach draußen sind mir andere Taucher entgegen gekommen. Ich dachte mir nichts dabei, obwohl es in dieser Tiefe sicher keine Tauchtouristen geben dürfte, und schwamm bedächtig Richtung Ausgang. Als diese Kerle das Kikuyu entdeckten griffen sie mich an! Ich war total geschockt und gelähmt von dem Schlag. Als ich mich wieder erholt hatte, kam ein anderer Taucher mit einem Messer in der Hand auf mich zu. Ich wich aus und konnte dabei das Zeichen auf seinem Anzug erkennen...“
   „‘Yume’...“, flüsterte Netty.
   „Ja, genau... Jedenfalls konnte ich den meisten ihrer Attacken ausweichen und bin dann schnell in der Dunkelheit verschwunden.“, erzählte Lara.
   Loren zog eine Augenbraue hoch „Wenn das so ist, sollten wir schnell machen, dass wir hier weg kommen. Schnappt euch eure sieben Sachen und klettert zum Motorboot.“
   Er wechselte noch ein paar Worte mit den Matrosen und war kurz darauf auch mit auf unserem Boot.
Er setzte sich hinters Steuer und fuhr so schnell das Boot konnte zurück zum Strand. Wir luden den Anzug auf das Auto und fuhren zu Sir Bawdy.
   Wir bedankten uns und entschuldigten uns dafür, dass der Anzug so ramponiert aussah.
   Loren versprach uns, das Erzählte für sich zu behalten und wir sprachen noch mal mit Stevi „Tja Mädels, diese ‘Yume’-Leute sind echt pfiffig. Ich weiß nicht woher sie es wissen, aber laut ihrem Computer befindet sich der Kopf des Kikuyu mitten in der Ägyptischen Wüste, in der Nähe von Assuan. Am besten sucht ihr euch da ein Hotel und meldet euch dann wieder bei mir. Bis dahin hab ich vielleicht wieder eine Karte.“ .
Wir schliefen noch eine Nacht in diesem traumhaften Karibikhotel und checkten dann aus.
   Mit dem Bus ging es wieder nach Puerto Plata. Und von da ging unser Flug nach Luxor, den Weiterflug nach Assuan hatten wir schon am Flughafen gebucht.



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