Fanfiction – Das Geheimnis des Kikuyu

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Level 7 – Bei Sir Bawdy

Den restlichen Vormittag und Mittag verbrachten wir am Strand.
   „Ah, das ist ja schon fast wie Urlaub!!! Meinetwegen kann das letzte Teil des Kikuyu auch in der Karibik liegen! Oder in Australien...“, schwärmte Netty.
   „Ja, schön wär’s. Wer weiß, vielleicht haben wir ja Glück.“, sagte ich zustimmend nickend.
   Lara verzog das Gesicht und klatschte in die Hände „Auf-auf Mädels, wir müssen uns fertig machen. Von eurem Traumurlaub könnt ihr auch noch schwärmen, wenn die Sache hier erledigt ist!“
„Jaja“, maulten wir.
   Wir zogen uns also auf unser Zimmer zurück und machten uns hübsch für unser Vorhaben.
   Am frühen Nachmittag standen wir abmarschbereit auf der Matte.
   Vor der Eingangshalle des Hotels standen einige Taxis. Wir nahmen das erstbeste und zeigten dem Fahrer die Adresse, die Stevi uns zugefaxt hatte.
   Nach einer knappen Stunde Fahrt hielt der Wagen und wir stiegen aus.
Vor uns erstreckte sich eine riesige Gartenanlage. In der Mitte des Anwesens stand ein Haus, das es mit Laras Haus bezüglich der Größe locker aufnehmen konnte... wahrscheinlich war es sogar noch größer!
   Wir traten auf das gigantische Tor zu und machten uns auf die Suche nach einem Klingelknopf.
Netty fand ihn und drückte kräftig zu.
Wir warteten gespannt ab, was passiert.
   Ein Kratzen war zu hören. Dann sagte eine Stimme „Ja bitte, wer da?“
Lara räusperte sich und antwortete in einem übertrieben adlig-noblen Tonfall „Hier ist Lara Henshingly Croft, Herzogin von Saint Bridget, ich wünsche eine Audienz bei Sir Bawdy.“ Sie grinste „Ist er zu sprechen?“
   Die Stimme aus der Sprechanlage sagte „Ah, Miss Croft, Sie werden bereits erwartet. Treten Sie ein.“
Lara schaute ein wenig verärgert die Sprechanlage an... wahrscheinlich, weil die Stimme sie nicht mit ihrem Titel, sondern einfach nur mit „Miss Croft“ angesprochen hatte...
Das Tor schwang lautlos auf und uns bot sich ein besserer Blick auf den Garten.
   Neugierig traten wir ein.
„Wow, das ist ja unglaublich“, murmelte Chrissi staunend.
Im Garten wuselten mindestens 10 Gärtner rum. Einige schnitten verschiedene Formen in die Hecken. Andere kümmerten sich um die wunderschönen Rosenbeete.
   Ein Pfad aus Kieselsteinen führte in einer gewundenen Linie zum Eingang des Hauses.
Wir folgten ihm unter den strengen Blicken der Gärtner.
   Als wir auf die große Tür des Hauses zutraten öffnete sie sich.
Wir traten ein und wurden mit einem freudigen „Ah, Miss Croft und ihre Gefährtinnen, schön Sie zu sehen.“ empfangen.
   Vor uns stand ein Mann mittleren Alters. Er hatte einen Smoking an und wirkte gleich auf den ersten Blick durch sein ehrliches Lächeln sympathisch. In seinen pechschwarzen Haaren kamen die weißen Haare an seinen Schläfen besonders gut zur Geltung.
Er gab Lara einen Handkuss und blicke sie erwartungsvoll an.
Lara errötete leicht und schaute verlegen zu ihm rüber.
   „Sir Bawdy, es ist mir eine Ehre, Sie kennen zu lernen. In Britannien erzählt man Unglaubliches über Sie. Aber ich bin nicht hier, um mit Ihnen über unser gemeinsames Hobby zu plaudern.“, sagte sie.
   „Wenn ich vorstellen darf? Das sind Kitjes, Chrissi, Netty und Canty. Sie sind meine Begleiterinnen, aber in erster Linie sind sie meine Freundinnen.“, sagte Lara. An uns gewannt sagte sie „Ja Mädels, und das ist Sir Bawdy. Er ist ein britischer Meeresforscher und Unterwasserarchäologe. Er hat schon viele interessante Schätze aus den Ozeanen der Welt geborgen.“
   Sir Bawdy nickte uns freundlich zu und bat uns, ihm zu folgen.
Wir durchschritten die riesige Eingangshalle und kamen zu einem langen Flur, von dem unzählige Zimmer abgingen. Nach 10 Minuten Fußmarsch bogen wir in eines dieser Zimmer ein.
   Wir betraten einen großzügig angelegten Raum mit Kamin. Vor dem Kamin standen mehrere Sofas, ein großer Sessel und einige Tischchen.
   „Bitte, setzten Sie sich doch und machen es sich gemütlich. Gleich kommt James und bringt uns eine kleine Erfrischung.“, sagte er schmunzelnd.
   Kurz nachdem ich mich gesetzt hatte kam auch schon ein groß gewachsener Mann herein, der ein Tablett mit Drinks balancierte.
Er stellte das Tablett wortlos ab und verschwand wieder. Wie ich nach kurzem Lauschen feststellte, war es hier Im Allgemeinen sehr ruhig.
Ich nippte an meinem Drink. Er hatte einen undefinierbaren, aber durchaus angenehm erfrischenden Geschmack.
Den anderen schien es ähnlich zu ergehen, denn sie starrten ihre Gläser fragend an.
   „Aber Ladys, haben Sie nur keine Hemmungen zu fragen. Das ist ein Drink, der hier in Haiti gerne gereicht wird. Schmackhaft und erfrischend! Aber, Miss Croft, wollen Sie mir nicht von Ihrem Anliegen berichten?“, sagte Sir Bawdy.
nbsp;  Lara blickte auf und blinzelte „Ah ja, das hätte ich ja beinahe vergessen. Also, Francois schickt uns. Er meinte, Sie könnten uns einen Tieftauchanzug leihen.“
„Hm, ja, Francois hat mich angerufen und hat etwas in der Art erzählt. Wozu braucht ihr den eigentlich? Das hat mir Francois nämlich nicht verraten.“, sagte Sir Bawdy mit fragender Miene.
   Lara schaute uns kurz fragend an.
„Ja, wir sind auf der Suche nach einem ... Artefakt. Es soll sich laut unserem Informanten vor der Küste Haitis befinden. Wir müssen schnell handeln, damit wir vor ... ähm ... den anderen Archäologen ... ankommen und es holen.“, sagte Lara zögernd.
   „Hm, soso, aber warum sollen diese anderen Archäologen das Artefakt nicht bekommen?“, fragte Sir Bawdy.
   „Nun, sie sind keine richtigen Archäologen. Sie geben nur vor, welche zu sein. Sie ... ähm ... arbeiten für einen skrupellosen Sammler...“, erfand Lara und schaute ihn unsicher an.
Er musste diese fadenscheinige Ausrede als Lüge entlarvt haben, aber er ging nicht weiter darauf ein.
   „Na, das kann ich ja nicht zulassen. In Ordnung, ich leihe euch den Anzug. Wer von euch wird denn in die Tiefsee absteigen?“, sagte er und schaute erwartungsvoll in die Runde.
   Ein „Hm...“ ging durch unsere Reihen.
„Also, ich schlage Lara vor.“, sagte Kitjes.
„Wieso immer ich?“, maulte Lara.
„Ganz einfach, weil du aus Tomb Raider Chronicles schon Erfahrungen im Tiefseetauchen hast.“, sagte Kitjes mit einem triumphierenden Grinsen.
„Stimmt, der Meinung bin ich auch“, sagte ich.
   Lara verdrehte die Augen „Na gut, dann mach ich’s halt. Mir bleibt ja wohl keine Wahl.“
„Da hast du recht.“, sagte ich.
   So bat uns Sir Bawdy, ihm zu folgen. Wir liefen durch ein paar Gänge und einige Treppen hinab und standen dann vor einer großen Tür.
   Sir Bawdy öffnete sie und dahinter konnten wir einen großen Raum sehen.
Er führte uns zu einem seltsamen Gestell, das mit ein bisschen Fantasie ein enorm großer und sicher auch schwerer Tauchanzug sein musste.
   „Am besten wartet ihr in der Eingangshalle, bis ich das hier arrangiert habe. James bringt euch hin.“, sagte Sir Bawdy.
Ich drehte mich um und James stand da wie aus dem Boden gewachsen.
   „Wenn Sie mir bitte folgen würden.“, sagte er und wir liefen in angezogenem Tempo Richtung Eingangshalle.
Dort warteten wir eine Weile. Nach 10 Minuten hörten wir eine lautes Scheppern. Es kam von draußen. Wir öffneten die Tür und draußen stand dieses Monstrum von Tauchanzug auf einem Transporter.
Daneben stand Sir Bawdy.
   „Seid ihr bereit? Ich kann euch leider nicht begleiten, da ich noch einiges zu tun habe. Aber ihr werdet das schon schaffen. Wenn ihr das Artefakt geborgen habt, kann ich dann auch mal einen Blick drauf werfen?“, sagte er fröhlich.
   Wir zeigten dem Fahrer die Karte. Er fuhr uns hin und schon bald hielten wir am Strand an.



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